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CK-Film & Buch.


Surprise, Surprise... oder
Diese Geschichte mit Frieda und Ferdinand



Eine Geschichte für Kinder und alle, die nie aufgehört haben, im Herzen Kinder zu sein.


Die Geburtstagsüberraschung


eine Kurzfassung...


Teil eins


Max brachte sich vor dem Bildschirm in Position.
>Ich programmiere dich jetzt erst einmal.< Er tippte sorgfältig einen Großbuchstaben nach dem anderen ein. M . O . R . I . T . Z . Sie erschienen in einer Reihe auf dem Monitor. Dann wurde Max feierlich.
>Hiermit taufe ich dich auf den Namen Moritz… und Enter!< Die Schrift verschwand vom Bildschirm, ein leises Surren ging durch das Gehäuse. Dann war die Information im Computer angekommen und gespeichert.
>Moritz… ich heiße Moritz… Danke Maximilian. Das wünsche ich mir, ups… schon lange.< Er klang sehr gerührt.

Max sah seinen PC erstaunt an. Wieso hatte er das nicht schon eher gesagt?
>Wie denn? Ich kann doch, ups… erst seit heute sprechen!< Irgendwas musste mit ihm passiert sein. Vielleicht letzte Nacht? Max schaute ihn plötzlich sehr interessiert an.
>Und was?< Ob das alles mit dieser ominösen CD-Rom zusammenhing, die heute Morgen, an seinem neunten Geburtstag, neben dem Computer lag?
>Ich weiß es, ups… auch nicht. Soll ich schnell in meiner Datenbank nachsehen? Das wird nicht lange dauern?<
Maximilian wurde ein wenig ungeduldig. Solange Friederike noch schlief, wollte er lieber etwas Sinnvolleres tun. Moritz konnte auch später nachschauen.
>Okay, du bist der Boss! Was spielen wir denn, ups… heute?<
Der Junge hielt die Hülle der CD vor den Bildschirm.
>Hier, die ist neu.< Max hatte zwar keine Ahnung, was darauf war, aber es konnte sich nur um ein Geschenk seiner Mutter handeln. Da war er ziemlich sicher. Wer sonst legte so was unbemerkt in sein Zimmer? Moritz begann zu drängen.
>Lass´ doch mal sehen! Du weißt ja noch gar nicht, wie neugierig, ups… ich bin.<
Max hatte die CD bereits eingelegt. Er klickte schmunzelt mit der Maus die notwendigen Befehle an.
>Und go!< Mit dem Druck auf die Entertaste bauten sich die Comics eines Huhns und eines Staubsaugers zusammen mit dem Titel auf dem Bildschirm auf. Die Geschichte mit Frieda und Ferdinand – ein abenteuerliches Computerspiel für Kinder.
Max war enttäuscht. Jetzt sah sich das bloß einer an! Das konnte wirklich nur eine Idee von Friederike sein. Die zwei Figuren waren ja von vorvorgestern.
>Total Banane…, wenn du mich fragst.< Das Ding war bestimmt ein Ladenhüter. Max warf die Plastikhülle unwirsch auf einen Stapel anderer CDs. Moritz verstand den Ärger nicht.
>Lass´ trotzdem sehen, Maximilian. Mich interessiert alles, was ich noch nicht, ups… kenne. Und diese CD habe ich bestimmt noch nicht in meiner Datei.<
Max zuckte unentschlossen mit den Schultern. Wie automatisch klickte er den nächsten Befehl an. Das Huhn setze sich in Bewegung. Die Geschichte begann:
Frieda lebte und arbeitete in einer Eierlegebatterie am Rande der Stadt. Sie war schon ziemlich alt für ein Huhn. Der Legebatteriebesitzer hatte ihr gestern gesagt, dass ihre Karriere als Legehenne beendet sei. Da Frieda aus früheren Vorkommnissen in ihrer Legebatterie für den nächsten Tag nichts Gutes ahnte, machte sie sich bei Nacht und Nebel auf den Weg in die Stadt, für die sie bisher immer fleißig und pflichtbewusst ihre Eier gelegt hatte. Sie wollte dort ihr Glück versuchen.
Max gähnte gelangweilt. Das war wirklich was für den Kindergarten.
>Also, mir gefällt´s ganz gut. Und das Huhn ist doch nett, oder findest du, ups… nicht? Da muss doch auch das Spiel kommen.< Moritz hatte Recht. Das war ein Spiel. Sicher würde es bald losgehen, obwohl er keine Anleitung finden konnte.
Als Frieda in der Stadt ankam, war es schon hell. Sie schimpfte noch immer wütend auf den Legebatteriebesitzer, als neben ihr Bremsen quietschten und eine Fahrradklingel schrillte. Im letzten Moment konnte Frieda zurückspringen, bevor sie unter dem Vorderreifen landete. Der Mountainbiker fiel fast von seinen Rad.
>Pass´doch auf, du blödes Huhn!< schrie er Frieda an. Ehe sie noch begriff, was um sie herum geschah, war der junge Mann auch schon im Gewühl verschwunden.
>Gackgackgack..!< Was sollte das denn? War man auch hier etwa seines Lebens nicht sicher? Das konnte ja heiter werden…
Immer mehr Autos fuhren an Frieda vorbei. Puh, wie die stanken! Und was die für einen Lärm machten! Außerdem rannten Kinder mit riesigen, bunten Tornistern lärmend den Gehsteig entlang, als gäbe es da, wo sie hinrannten, etwas umsonst. Der Junge lächelte unwillkürlich. Moritz erkundigte sich neugierig.
>Was ist daran komisch?<
Max wusste es auch nicht so recht. Genervt, dass alles so langsam ging, klickte Max den Schnellgang an. Frieda zappelte über den Bildschirm. Wann passierte denn endlich was in diesem Spiel? Er hatte nicht ewig Zeit!
>Gleich, Maximilian, gleich.< Moritz beruhigte seinen Freund.
>Gackgackgack…< Frieda Huhn ging vorsichtshalber vor den Kindern in Deckung und lugte hinter einer Hausecke hervor, bis die Rasselbande an ihr vorbei war.
Endlich… Frieda machte einen beherzten Satz zurück auf den Gehweg. Ein kleines Mädchen mit einem riesigen Tornister kam hinter den Übrigen her gerannt, stolperte über das ahnungslose Huhn und schlug der Länge nach auf das Pflaster. Moritz seufzte.
>Ein bedauernswertes Geschöpf, das musst du zugeben, Maximilian.<
>Irgendwie schon.< Max konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
Puuuuh..! Frieda holte erst mal tief Luft. War man denn nirgendwo sicher? Sie raffte ihre paar Habseligkeiten zusammen und ordnete ihr zerrupftes Federkleid.
Max´ gelangweilter Blick fiel auf die CD-Hülle. Und was hatte das alles jetzt mit dem Staubsauger zu tun? Wieder klickte Max den Schnellgang an.
>Jetzt… jetzt gleich, ups… passiert´s!<
An einem breiten Zebrastreifen blieb Frieda stehen und schaute sich nach allen Seiten beobachtend um. Sie würde jetzt diese Straße überqueren. An dieser Stelle konnte es nicht gefährlich sein. Mutig trat das Huhn an die Bordsteinkante heran, dann ohne zu zögern auf die Fahrbahn.
>Quietsch…!< Diesmal wurde Frieda hoch in die Luft gewirbelt und fiel hart auf den Boden – direkt vor den überraschten Staubsauger.
>Ja,… können Sie denn nicht aufpassen?<
Frieda verstand die Welt nicht mehr. Sie griff sich benommen an den Kopf. Alles drehte sich darin. Was war denn nun schon wieder geschehen? Warum sollte eigentlich immer sie aufpassen?
Drei ihrer einst so stolzen Schwanzfedern schwebten jetzt langsam vom Himmel herab. Das ging eindeutig zu weit. Frieda war bei diesem Anblick zum ersten Mal wirklich entsetzt.
>Wer sind Sie überhaupt, und was erlauben Sie sich? Diesmal war ich zuerst dran!<
Auch der Staubsauger reagierte sehr aufgebracht, aber er sprach weiter in seinem vornehmen, nasalen Ton, wie ein Butler.
>Von wegen, Gnädigste! Sie hatten volles Rot. Vorfahrt hatte ich. Und das Gefährt bin schließlich ich!<
Max kicherte, was Moritz leicht irritierte. Die Geschichte fing an, ihm Spaß zu machen.


Fortsetzung folgt...

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